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IM PARLAMENT DER DEUTSCHSPRACHIGEN GEMEINSCHAFT
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Erste Erfolge

Erste Erfolge beim Streben nach mehr Eigenständigkeit

Alle diese Bemühungen haben zu positiven Ergebnissen geführt. Von der totalen französischen Einsprachigkeit in den Schulen kam man ab, forderte aber dann die „perfekte Zweisprachigkeit“, die natürlich in eine französische Einsprachigkeit münden sollte.
Die Sprachgesetze aus den Jahren 1962-1963 setzten dem innerbelgischen Sprachenstreit per Gesetz ein Ende: Deutsch wurde zur offiziellen Sprache des deutschen Sprachgebietes erklärt(4).

Völlig unaufgefordert und ohne bis heute erkennbare Verbindung zu unserm Gebiet zeichnete im Herbst 1965 der damalige Innenminister Vranckx, ein Genter Universitätsprofessor, anlässlich eines Empfanges zu Ehren von Henri Hoen(5), eine Zukunftsvision für unser Gebiet. Er sagte wörtlich: "Das Gebiet von Eupen-Malmedy-St.Vith wird in Zukunft nicht mehr Ostkantone genannt." Es wird nicht mehr als ein einfaches Territorium’ betrachtet - ein neutraler Ausdruck, den man mangels eines besseren verwendete,weil man die Organisation des Landes auf regionaler Basis noch nicht erfasst hatte. Es sei mir die Feststellung erlaubt, dass der Regionalismus und besonders der Neo- Regionalismus, von dem ich spreche, sich nicht mehr der Vergangenheit zuwenden werden. Sie werden ersetzt durch einen mehr und mehr auf die Zukunft ausgerichteten Regionalismus.". Und an Kommissar HOEN gewandt sagte er: ,,Herr Kommissar, haben Sie nicht bereits in der Ausübung Ihres Amtes diesen Gärungsstoff wahrgenommen, der eine ganze Gegend hochheben kann, wie Hefe das Brot, - und jetzt hören Sie gut zu, werte Anwesende - ohne dabei die Grenzen zu sprengen oder die Aufgabe und das Wohl des Staates zu verringern. Was aber wird, wenn Grenzen fallen, wenn die Expansion der Bedürfnisse nach mehr Raum verlangt und auf allen Gebieten eine Erweiterung der Ansprüche verursacht? Die Gestaltung des Gemeinsamen Marktes geht Hand in Hand mit der Errichtung eines mehr und mehr betonten, wirksamen Regionalismus..." Der Zeitung Le Soir, die ihn daraufhin interviewte erklärte er: „Wir werden uns regional vor einer ökonomisch völlig umgewandelten Konstellation befinden, so könnte es z.B. zu einer Maasregion kommen, oder der deutsche Teil unseres Landes könnte an eine große Rheinregion angeschlossen werden“.6