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IM PARLAMENT DER DEUTSCHSPRACHIGEN GEMEINSCHAFT
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Nina Reip >

PolitiKLAR

bilder/Fotos/Nina/Politiklar.jpg 

„Politik – ist doch langweilig“
„Politik – das ist mir zu kompliziert“
„Die sprechen doch nur ihre Politikersprache“
„Politik – da können wir eh keinen Einfluss drauf nehmen“

Diese Liste könnte man fast unendlich fortführen –und- seit Jahren hält sich in der Öffentlichkeit das Bild des Politik verdrossenen Jugendlichen.
Und das sollte gerade junge Politiker motivieren sich gemeinsam für die Jugendlichen einzusetzen! 
Denn: entgegen der allgemein konstatierten Politikverdrossenheit ist die Bereitschaft bei Jugendlichen groß, sich für Themen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld einzusetzen und Verantwortung mit zu tragen.
Um jedoch zu erfahren, was ihre Einmischung in Gesellschaft, Politik und Kultur bewirken kann und um nicht die Lust an der Beteiligung zu verlieren, brauchen junge Menschen gezielte Unterstützung und Begleitung durch Verantwortliche in Schule, Politik und Gesellschaft.

Dies erkannten auch die Jungkandidaten, die anlässlich der Gemeinschaftswahlen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft 2004 kandidierten. So erhielten sie auf den einzelnen Podiumsdiskussionen große Sympathie für ihre kurzen und klar verständlichen Antworten und auch für das Fehlen von „Parteigeplänkel“ untereinander.

Im Vordergrund stand bei allen Jungpolitikern erst einmal der Wunsch, die jungen Wähler zu informieren und die Skepsis gegenüber der Politik abzubauen.
In anschließenden Gesprächen zwischen den Jungkandidaten der einzelnen Parteien kam schnell der Wunsch auf, auch nach den Gemeinschaftswahlen aktiv zusammenzuarbeiten, um jungen Leuten die politische Landschaft näher zu bringen.

So formierte sich im Mai dieses Jahres eine Gruppe von jungen Politikern aus allen im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft vertretenen Parteien mit dem Ziel, das Thema „Jugend und Politik“ über die Parteigrenzen hinaus aufzugreifen:
die Gruppe möchte Ansprechpartner und Bindeglied zwischen den Jugendlichen und der aktiven Politik sein und die Möglichkeit bieten, sich zu politischen Themen zu äußern und nachzufragen, ohne direkt mit Parteiinteressen konfrontiert zu werden.

Politik soll klar, transparent, einleuchtend und einfach vermittelt werden. Einfach greifbarer sein.
So erklärt sich auch der ungewöhnliche Name, den sich die jungen Politiker gegeben haben. “Politiklar“: ein Wort, in dem das Thema -die Politik- und das Ziel -klar, verständlich, deutlich zu sein- vereinigt wurde. Ganz gezielt wurde ein „k“ fallen gelassen – so rücken die beiden Begriffe so eng als möglich, verbinden sich zu einer Aussage.
Auch soll ein gemeinsamer Name aller Jungpolitiker helfen die parteipolitische Komponente so klein als möglich zu halten. Damit bei allen Aktivitäten von „politiklar“ und nicht eine Partei im Vordergrund stehen. Die Gruppe „politiklar“ wird zusammen auf die Jugendlichen zugehen, gemeinsam Projekte planen und durchführen. Dass dies enorme Selbstdisziplin verlangt, wird nicht verdrängt. Vielmehr wurde von Beginn an festgelegt, dass in Wahlzeiten die „politiklar“-Aktivitäten ruhen werden.
Dies ist eine der bewusst wenigen „Politiklar“ Regeln, die sich die „politiklar“-Gruppe auferlegt hat. Es wurde ganz bewusst auf eine starre Organisationsstruktur verzichtet, um so flexibel als möglich zu bleiben. So kann spontan auf die Wünsche, Anregungen und Fragen der Jugendlichen reagiert werden. Die Gruppe sucht den Kontakt mit der Öffentlichkeit und möchte als Team der Jugend die Politik auch in persönlichen Gesprächen näher bringen. Gegebenenfalls können interessante Diskussionspunkte in die parlamentarischen Prozesse mit eingebaut werden.

In der nächsten Zeit möchte die Gruppe vor allem den direkten Kontakt mit den Jugendlichen suchen. Es ist wichtig, dass die Jugendlichen sich auch außerhalb von Wahlkämpfen mit der Politik beschäftigen können und ihre Kritik und Anregungen Gehöhr finden.
Verschiedene Projektkonzepte wurden ausarbeitet. Eins steht vor der ersten Verwirklichung: „politiklar“ geht mit seinem Sofa in die Jugendheime.
Und da soll dann ganz klar Politik besprochen werden. Auf Augenhöhe. (Presseerklärungvon politiKLAR, 15.09.2005)


Am 14. Januar 2005 kam politiKLAR nach Eynatten. Das Treffen mit einigen Jugendlichen war nicht schlecht, aber wir haben verstanden, dass unser Konzept überdacht werden sollte. politiKLAR entwickelte darauf hin ein Spiel:
Mach dein Ding!

Es soll mit viel Spaß und Unterhaltung das Wissen der Jugendlichen über Politik zu erweitern. Bei diesem Spiel kannst man in einen Politiker versetzen, eine Partei gründen, seine Ideen vorstellen und ganz nebenbei was über Politik erfahren.

Infos unter: info-politiklar@hotmail.com


Gemäß unseres Prinzips nicht unmittelbar vor Wahlen als Gruppe aufzutreten und dadurch parteipolitisch aufgerieben zu werden, hat  politiKLAR in der Zeit der Gemeiderats- und Föderalwahlen eine Pause gemacht. 
Geplant war anschließend ein Video-Projekt zum Thema "Demokratie in der DG leben". Leider ist dieses Projekt derzeit "eingeschlafen". Ich hoffe allerdings, dass die Jungpolitiker der kommenden Wahlen im Juni dieses Jahr die Idee aufgreifen und weiterführen wird.



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